Wie wichtig sind Euch die Bewertungen der Fachpresse?

Powerplay, Videogames, Amiga Joker, Aktueller Software Markt. DAS waren noch Zeit(schrift)en!

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Beitragvon agent-mueller » 06 Dez 2006, 14:56

hansmaulwurfff hat geschrieben:Habe ich mir dann zugelegt und wurde ziemlich enttäuscht...

Ja, Geschmäcker sind verschieden. Ich finde Alien 3 für das SNES ziemlich gut. Außerst spannend und atmosphärisch. Aber wie du bereits sagtest: "Jeder muss selber wissen, was ihm gefällt." :)
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Beitragvon step2ice » 17 Dez 2006, 17:28

Die Prozentwertungen waren mir immer ziemlich wurscht.
Mir ging es damals nur um den Informationsgehalt und um die Zeitschrift an sich.
Z.B. hate ich mir damals Resident Evil US z.B. ohne Vorwissen gekauft.
Hatte da nur nen Fuzzelscreenshot und ein paar Zeilen in der Video Games gesehen.
Gab eben noch kein Internet. :)
Heute gebe ich auf Wertungen gar nix mehr.
Kann mittlerwiele games anhand eines videos, screenshots oder des Entwicklers besser abschätzen als so mancher Redakteur.
Halo, Resistance, GOW, Crysis und wie sie alle heißen würde ich alle so im Bereich 60-80% anordnen, wobei GOW noch das beste aus diesen Massenlangweilergames ist.
Man hat nach einer gewissen Zeit eben höhere Ansprüche an ein game als der Durschnittszocker.
Und games die einen interessieren zockt man sowieso, Wertung hin oder her.
Ergo, Zeitschriften haben für mich heute so gut wie keinen Wert mehr.
Einzig die Powerplay lese ich wegen der interessanten Artikel ab und an.
Aber die lassen ja mittlerweile auch stark nach.
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Beitragvon gene » 17 Dez 2006, 20:40

step2ice hat geschrieben:...
Kann mittlerwiele games anhand eines videos, screenshots oder des Entwicklers besser abschätzen als so mancher Redakteur.

Nutzt du dafür dann deine Glaskugel oder wie machst du das anhand von Screenshots? 8)

Wieviel sagen Screenshots schon über die langfristige Qualität (Stichwort Spielspaß) eines Spiels aus?
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Beitragvon Speedy Gonzalez » 17 Dez 2006, 21:18

step2ice:
Mir ging es damals nur um den Informationsgehalt und um die Zeitschrift an sich.

Voll und ganz meine Meinung! Das ist und war für mich schon immer so. Angeblich soll es Leser gegeben haben, die aber mehr darauf gegeben haben, nachvollziehen kann ich jene aber nicht.

step2ice:
Kann mittlerwiele games anhand eines videos, screenshots oder des Entwicklers besser abschätzen als so mancher Redakteur.

Willkommen im Klub, ist bei mir haargenau das gleiche.

step2ice:
Halo, Resistance, GOW, Crysis und wie sie alle heißen würde ich alle so im Bereich 60-80% anordnen, wobei GOW noch das beste aus diesen Massenlangweilergames ist.
Man hat nach einer gewissen Zeit eben höhere Ansprüche an ein game als der Durschnittszocker.
Und games die einen interessieren zockt man sowieso, Wertung hin oder her.

100% Zustimmung. Ich erlebe so viele (subjektiv betrachtet) mittelmäßige bis mittelgute Spiele, welche aber groß umworben und gehyped werden, dass es mir schwer nachvollziehbar ist, was denn an diesen Spielen so toll sein soll. Bezogen auf den aktuellen Markt bin ich z.B. von Egoshootern angetan, aber so wirklich top ist gerade mal ein Release pro Jahr. Die meisten Hypes bewirken bei mir eher das umgekehrte; wenn es zuvor so königlich angekündigt wird, aber sich letztendlich als irgendein Spiel von hunderten entpuppt, hat es erst recht alle Chancen bei mir verspielt.
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Beitragvon agent-mueller » 18 Dez 2006, 20:47

Nicht gibt nicht nur angeblich Leser, denen die Wertungen der Magazine schon einiges bedeutet haben, sondern wirklich - ich gehörte dazu, das habe ich in meiner Threaderöffnung auch geschrieben.

Eine Prozentzahl von 60 bis 80 Prozent ist ein extrem weites Feld! 60% bedeutet, dass es nur für den Hardcorefreak interessant ist. 80% bedeuten jedoch, dass es ein gutes bis sehr gutes Spiel ist, dass eine breite Masse ansprechen kann. Ob man das allerdings per Screenshot-Sichtung herausfinden kann, wage ich zu bezweifeln.
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Beitragvon Speedy Gonzalez » 18 Dez 2006, 21:12

Die Spanne 60% bis 80% mag zwar von der Idee her genau das aussagen was agent-mueller angeschrieben hat, aber genauso ist es einerseits eine schlechtere 70% (nämlich eine zwischen 60 bis 69), andererseits eine bessere 70% Wertung (70 bis 79). Man nehme einfach die Basis von 70%, ein paar vereinzelte Punkte darunter oder darüber sagen für mich rein gar nichts aus. Wenn man sich hinzu die diversen Meinungen und Bewertungen von Magazinen zu einem Spiel ansieht, stelle ich immer wieder große Unterschiede fest. Von einer unterdurchschnittlichen bis zu einer sehr guten Wertung kreuz und quer alles dabei. Und wenn das Spiel einer anderen Person gefällt (z.B. einem Redakteur), muss es noch lange nicht mir zusagen.

Spiele anhand von Screenshots, Movies, Beschreibungen oder Hersteller treffend einschätzen zu können, ist bei mir eine Sache der Erfahrung damit. Konnte ich anfangs natürlich nicht, vielleicht braucht man auch ein gewisses Talent dafür, oder auch nicht, auf jeden Fall funktionierts bei mir.
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Beitragvon agent-mueller » 19 Dez 2006, 07:18

Neben Talent, Erfahrung und hellseherischen Fähigkeiten mag es noch etwas geben, was es anscheinend ermöglicht, die Qualität eines Spiels vorherzuahnen: Kontinuität und Redundanz (oder wie böse Zugen behaupten Innovationslosigkeit) der Spielebranche.
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Beitragvon nemesis » 19 Dez 2006, 10:47

--
Zuletzt geändert von nemesis am 25 Mai 2007, 17:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Speedy Gonzalez » 19 Dez 2006, 10:57

nemesis:
Wenn du also ein Spiel für gut hälst und das hier schreibst, dann ist das also auch entweder ein schlechtes sehr gutes oder ein herausragendes mittelmäßiges...:roll:

:lol:
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Beitragvon agent-mueller » 19 Dez 2006, 14:02

Ich glaube, dass ich langsam nicht mehr folgen kann... :?
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Beitragvon step2ice » 21 Dez 2006, 14:51

Zum Thema Spieleinschätzungen.

Wie die meisten hier bin ich schon ziemlich lange Zocker.
Hatte von 1988 bis 2001 wohl jede gängige Videospielkonsole auf dem Markt, inkl. Exoten wie das Neo Geo.
Da kriegt man einfach viel mit was Entwickler, Spielegenre etc. angeht.

Vielleicht mal ein etwas aktuelleres Beispiel, Max Payne.
Nun gibt es einige Titel die versuchen hier etwas zu kopieren. Da fällt mir El Matador ein.
Als ich die ersten screenshots sah, waren meine ersten Gedanken:
Billig, Abklatsch, 0815.
Und genau das traff am Ende auch zu.
Oder Far Cry.
0815 setting, 0815 Held, Blendergrafik ohne erkennbaren Stil.
Als ich das Teil dann mal bei nem Kumpel angezockt habe hat sich das auch sofort bestätigt.
Nur ein Beispiel von vielen.

Vielleicht hat sich die Videospielindustrie der Filmindustrie angepasst.
Ne menge Hollywoodstreifen sind das Geld der Filmrolle nicht wert (z.B. Terminator3, TripleXXX, AvP, Resident Evil) finden aber trotzdem immer wieder genug anspruchslose Menschen, die schon zufrieden sind bzw. so leicht zu unterhalten, dass ich mir manchmal denke, wie blöd muss man eigentlich sein.

Genauso gehts mir bei Spielen eben auch.

Da gibt es Softwareschmieden wie z.B Blizzard, Rockstar, 3drealms, Monolith von denen man eingentlich davon ausgehen kann einen guten Titel zu bekommen.
Und auch viele Trittbrettfahrer die einfach mal ihr Spieleentwicklerzertifikat gemacht haben und irgendeinen erfolgreichen Titel nachbauen bzw. die Leute über Grafikeffekte cashen wollen.
Null Innovation, keine Seele, kein erkennbarer Stil.
Und dann gibt es da noch EA die zwar viele fähige Entwickler beherbergen, das ganze durch die Marketing- und Produktionsabteilung bzw. durch die Profitmaximierung kaputt machen.

Spiele sind wie Filme oder Musik.
Gewinn lässt sich nicht berechnen. Er kann nur einigermaßen Aufrecht erhalten werden, solange es genug Dumme gibt, die immer wieder das gleiche Produkt mit nem anderen Aufkleber drauf kaufen, oder sich von anderen sagen lassen, was gut ist und was nicht.
Aber so sind sie eben, die vielen unterschiedlichen Menschlein. :wink:
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Beitragvon Turr][ican » 06 Jul 2007, 19:50

Damals habe ich mich schon stark nach den Meinungen der "Experten" gerichtet. Ich war wie besessen von den Zahlen. Heute wird irgendwie anders getestet, und ich kaufe mir den Schund garnicht mehr. Wenn ich mir bei einem Spiel unsicher bin, dann geh ich auf die Hompage von irgendeiner Zeitschrift, und fertig. Erfahrungen unter Kumpels austauschen, ist meiner Meinung nach sinnvoller.
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