Erfahrungsaustausch: Download-Dienste für Spiele

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Erfahrungsaustausch: Download-Dienste für Spiele

Beitragvon agent-mueller » 05 Mär 2010, 11:45

Nutzt ihr Seiten wie Steam oder Direct2Drive? Hervorragend! Dann postet eure Meinungen, Empfehlungen und Tipps bezüglich solcher Seiten. Wo gibt es die billigsten Schnäppchen? Wo wird Kundenservice groß geschrieben? Gibt es Probleme mit bestimmten Anbietern? Immer mehr Publisher gehen dazu über, die alten Klassiker über solche Dienste anzubieten. Wer hat die meisten und besten Schätze zum fairen Preis zu bieten?

Und nun los! Ich bin gespannt! Tauscht euch aus. Meckert über bestimmte Methoden. Freut euch hier öffentlich über (wieder)entdeckte Perlen...
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Beitragvon Bluntman » 05 Mär 2010, 20:58

Zählt rapidshare auch? Bild

Nee, Spaß. Ich nutze regelmäßig Steam und das XBox-Live Netzwerk. Steam allerdings schon wesentlich länger. In letzter Zeit gab’s dort haufenweise Schnäppchen, also WIRKLICHE Schnäppchen, als Beispiel seien nur mal Mirrors Edge (EUR 3,74), The Secret of Monkey Island: Special Edition (EUR 2,24), Titan Quest Gold (EUR 2,49) oder Psychonauts (EUR 2,00) genannt. Angebote wie diese laufen dann als Midweek-Madness oder Weekend-Deal nur für wenige Tage, aufpassen lohnt sich also.

Früher hatte ich eine generelle Abneigung gegen Download-Spiele, auch heute ist mir eine Version mit Schachtel/Hülle, Handbuch und Diskette/CD/DVD 1.000 Mal lieber als ein einfacher Ordner in irgend einem Verzeichnis. Vollpreistitel würde ich mir niemals (obwohl man das ja bekanntlich nie sagen sollte....) als DL-Version zulegen, bei so verrückten Deals wie den oben genannten schlage ich blindlings zu.

Vorteilhaft ist bei Steam, dass einmal gekaufte Spiele für immer im eigenen Profil freigeschalten sind, nach einem Systemwechsel o.ä. kann einfach mit einem Mausklick erneut runtergeladen und installiert werden. Obwohl - mit meiner miesen DSL 1.5k (max.) Leitung ist dieser Vorteil eigentlich auch nur Nachts genießbar, Psychonauts habe ich vorige Woche "im Schlaf" gesaugt.

Nachteil(e)? Services wie die in diesem Thread genannten haben uns sowas wie die PSP Go! eingebrockt. Und das ist erst der Anfang, kein Zweifel.

Natürlich gibt es noch viel mehr Pro/Contra Punkte, aber man will ja nicht gleich im ersten Post das ganze Pulver verschießen. Ihr seid dran :wink:
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Beitragvon $andro » 06 Mär 2010, 19:09

Geht mir genau so wie Bluntman nutze auch Steam aber nur für absolute Schnäppchen. Finde ich gut von Steam das man dort solche Perlen für wenig Geld bekommt. Neue Spiele würde ich mir dort nie kaufen sind teilweise ja teuerer als im Laden.

Als ich meine Wii neu hatte hab ich mir mal für 20€ Wii Points geholt und 3 Spiele dafür gekauft, Bomberman + Golden Axe haben sich gelohnt...

Noch schlimmer als Download Spiele sind für mich die Download Contents, wenn es nach Activision geht darf man wahrscheinlich bald Deutsche Texte/Sprache extra bezahlen.
Die kaufe ich mir auch höchstens wenn sie auf Datenträger raus kommen, damit ich auch in 10 Jahren noch was davon habe.
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Beitragvon tingeltangeltom » 08 Mär 2010, 12:41

Ich nutze ebenfalls Steam. Teilweise weil einem bei bestimmten Spielen nichts anderes übrig bleibt (Half-Life 2, Portal, F.E.A.R. 2 etc.) und teilweise auch weil es dort, wie schon angesprochen, wirklich sehr günstige Schnäppchen gibt. Für zwei Euro kann ich über einige Nachteile von Steam hinwegsehen.

Steam bietet auch viele Vorteile, wie z.B. automatisches Patchen der Spiele, Spielen ohne Datenträger im Laufwerk (klarer Vorteil bei einem Netbook!), kann auf mehreren Rechnern benutzt werden.

Allerdings überwiegen für mich trotzdem die Nachteile. Alle Spiele sind an einen Account gebunden und können somit nicht mehr verkauft werden. Der Account selbst darf auch nicht verkauft werden. Selbst das "Ausleihen" der Spiele ist nicht einfach, es sei denn, man vertraut seinem Kumpel das Passwort für den Account an, so dass er sich einloggen und alle Spiele eines Accounts spielen kann.
Außerdem kommt noch hinzu, dass man der Willkür der jeweiligen Publisher ausgesetzt ist. So ist es in der Vergangenheit schon vorgekommen, dass man als deutscher Spieler ausgeschlossen wird (Saint Row 2), wenn der Publisher der Meinung ist, dass man als Deutscher ein bestimmtes Spiel nicht spielen soll.
Oder Spiele werden nachträglich geschnitten, wie das wohl bei Half-Life 2 vorgekommen sein soll (plötzlich schwarzes Blut anstelle von rotem Blut, etc.)

Ich will damit nur sagen, dass die Betreiber (Valve und die jeweiligen Publisher) theoretisch eine immense "Machtstellung" gegenüber der User einnehmen. Falls es zu Änderungen oder Beschneidungen kommen sollte, kann man nicht wirklich viel dagegen tun. Man ist irgendwie abhängig von Steam. Ein Beispiel ist Alien vs. Predator. Da hieß es zuerst, dass man als deutscher Spieler noch nicht mal eine importierte Retail-Uncut-Version aus dem Ausland benutzen könnte. Zum Glück bewahrheite sich das nicht. Aber was ist denn, wenn man in Deutschland auf einmal ein Gesetz erlässt, dass das Spielen solcher Spiele unter Strafe setzt. Dann wird das bei Steam ganz schnell umgesetzt und auf einmal kann ich viele meiner teuer bezahlten Spiele nicht mehr spielen, weil sie aus meinem Account gelöscht werden.
Ich habe eben das Gefühl, nicht zu 100 % über meine Spiele zu verfügen.

Anders sieht das aus, wenn ich Spiele entweder direkt beim Hersteller als Download kaufe oder eine Vertriebspalttform wie Direct2Drive oder Gog.com wähle.
Der Vorteil dieser Varianten ist klar. Die meisten Indie-Publisher bieten ihre Spiele DRM-frei an (z.B. Braid, World of Goo, VVVVVV, Crayon Physics Deluxe etc.). Außerdem ist der Gewinn für sie höher, wenn kein Zwischenhändler mit verdient.

Bei Direct2Drive bekommt man solche Indie-Spiele u.U. sogar noch etwas günstiger. Ich habe dort z.B. das Spiel Gogs gekauft. Dort ist es DRM-frei im Gegensatz zu Steam. Dort bekommt man das Spiel auch aber es ist an einen Account gebunden, also nicht DRM-frei.

Zuletzt sei noch GOG.com erwähnt. Dort bekommt man viele alte Spiele-Perlen als DRM freien Download. Leider nur als englische Versionen. Der Vorteil ist, dass man diese Spiele sogar ohne Datenträger im Laufwerk auf einem Netbook spielen kann. Ich habe mir dort Heroes of Might and Magic III Complete gekauft. Es war mir vorher nicht möglich das Spiel auf dem Netbook zu Laufen zu kriegen (selbst eine No-CD Exe war nicht zu finden)

Vollpreisspiele würde ich allerdings nicht als Download kaufen. Ich bevorzuge immer einen physikalischen Datenträger, eine schöne Verpackung (selbst ein DVD-Case kann schön sein ;-)) und ein gedrucktes Handbuch.

Zuletzt möchte ich noch kurz auf die neuen PC-Spiele von Ubisoft eingehen. Diese Spiele (Assassin's Creed II, Silent Hunter V) werde ich mir nicht kaufen auch wenn es weh tut. Ich weiß auch noch nicht, ob ich bei einem neuen Heroes of Might and Magic-Teil wirklich nicht doch zugreife aber im Moment finde ich es eine bodenlose Frechheit, wie man mit ehrlichen Kunden umgeht.
Die neuen Spiele von Ubisoft funktionieren nur mit bestehender Internetverbindung. Ein Konto muss natürlich auch noch bei Ubisoft und Windows Live erstellt werden. Ein Assassin's Creed mit Steam-Verknüpfung hätte ich noch akzeptiert (dort kann man wenigstens im Offline-Modus ohne Internetverbindung spielen)
Aber Irgendwann muss einfach Schluss sein mit der Bevormundung beim Spielen auf dem PC.
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Beitragvon Blackfury » 11 Mär 2010, 13:15

Mich hat Steam seit der Orange Box (zu der konnte man einfach nicht nein sagen *g*) in seinen Fängen. Ich kaufe zwar auch fast nur stark reduzierte Spiele, aber mit "Empire: Total War" hab ich mich auch schonmal zu nem Vollpreistitel ohne Rabatt hinreissen lassen. Insgesamt finds ichs aber gar keine so schlechte Sache, grad wenn man sich anschaut unter was für anderen 'Sicherungsmethoden' die Spieler heute leiden müssen bei gewissen Publishern (tingeltangeltom schreibts ja).

Klassiker wie Remakes gibts inzwischen auch schon einige auf Steam, ich hab mir beispielsweise mal die X-Com Collection geholt als sie runtergesetzt war.

Glaub sonst wurde von meinen Vorpostern bereits alles gesagt und ich teile die Meinung.

Ach und Direct2Drive (UK) war ich auch schon Kunde für Star Trek Online (wegen den Extras). Zu denen kann ich nicht viel sagen, da ich deren Angebot nicht gross durchgeschaut habe. Ich glaube die haben weniger Klassiker im Angebot und arbeiten im Gegensatz zu Steam halt ohne Client. Übrigens lohnt sich Preise vergleichen auf der Seite wohl besonders, das sie ja für €, £ und $ gibt.

Ich persönlich hole mir aktuelle Titel nach Möglichkeit immer noch als Packungsversion. Meist sind die digitalen Versionen ja auch nicht billiger oder früher verfügbar. Ausserdem finde ich man sollte Gamesläden, wenn man schon welche in der Umgebung hat, auch unterstützen anstatt immer nur den Grossen das Geld in den Rachen zu werfen.
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Beitragvon tingeltangeltom » 12 Mär 2010, 19:24

Mir ist da übrigens noch ein weiterer Nachteil von Steam aufgefallen. Manche Spiele bekommt man nur als englische Sprachversion, wenn man es per Download kauft, obwohl es eigentlich auch andere Sprachversionen gibt (z.B. die Total War Reihe bis einschl. Medieval II).

Außerdem hat uns die Zukunft schneller eingeholt als ich dachte.

Wie ich oben ja schon geschrieben hatte, werde ich mir wohl keine Spiele mehr von Ubisoft kaufen.
Ich habe gestern gelesen, dass die Special Edition von Silent Hunter V in Deutschland zurückgerufen wurde, weil in einem der gedruckten Handbücher wohl ein kleines Hakenkreuz übersehen wurde. An sich nicht weiter schlimm. Aber laut einer Forums-Diskussion bei golem.de, können die deutschen Spieler ihr legal gekauftes Spiel (nur die Speciel Edition) erst dann wieder spielen, wenn sie dieses besagte Handbuch an Ubisoft zurückschicken. Solange wird der Account wohl gesperrt. Und offline spielen geht ja bekanntlich nicht mehr bei Ubisoft-Spielen.

Soviel also zur der Vormachtstellung von Spiele- bzw. Downloadplattformen wie Steam, Ubisoft und Games for Windows.
Wenn die das wollen, können sie uns einfach den Saft abdrehen!!!
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Beitragvon agent-mueller » 14 Mär 2010, 00:54

tingeltangeltom hat geschrieben:Wenn die das wollen, können sie uns einfach den Saft abdrehen!!!

Die müssen nur aufpassen, dass sie die Leute, die für den Saft bezahlen, nicht zu sehr verärgern. Denn irgendwann kauft keiner mehr den Saft und der Publisher sitzt auf dem Trockenen.
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Beitragvon gene » 14 Mär 2010, 09:10

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Beitragvon Valiant » 29 Apr 2010, 10:13

Solche Download-Versionen mit Online-Zwang verkaufen sich meiner Meinung nach zu aktuellen Preisen nur noch so gut, weil die meisten Leute halt nicht genügend informiert sind zu wissen, was das für sie als Spieler bedeutet. Denn mehr als eine Miete auf eine Dauer gemäss Lust, Laune und finanzieller Situation des Publishers ist es nicht. Aber diese Erkenntnis wird noch kommen, wie bei den "MP3"-Stores. Wer sich möglicherweise für hunderte von Dollars Musik vermeintlich gekauft hat, bei einem Shop wie MSN oder Yahoo die vor ein paar Jahren ihre Pforten geschlossen haben, musste eines Tages plötzlich feststellen dass plötzlich die ganze Sammlung unbrauchbar geworden ist und er sie eigentlich gar nie wirklich besessen hat. Das sind recht eindrückliche Erlebnisse, denke ich, und früher oder später werden sich auch die technisch weniger versierten Leute weigern für etwas den vollen Preis zu bezahlen, das sie nur abhängig von externen Servern/Faktoren benutzen können.

Selbst habe ich ein wenig über 50 Spiele bei Steam. Einige davon Spiele die ich im Laden gekauft und per CD-Key auf Steam aktiviert habe (da die Steam-Plattform ja schon auch Vorteile bringt). Einige davon Independent-Titel oder Sonderangebote die nie mehr als 10€ gekostet haben, wofür ich es verkraften kann wenn ich die irgendwann in der Zukunft nicht mehr spielen kann. Die selbe Begründung für zwei Gross-Pakete die ich gekauft habe (eines von LucasArts und eines von Eidos) die schlussendlich etwa 4€ pro Spiel kosteten was ich auch für eine angemessenen Mietpreis halte. Und ein paar geschenkte Titel.

Die meisten Download-Titel kaufe ich allerdings auf GOG.com, denn da stimmt für mich einfach alles. Erstens die Tatsache dass keinerlei DRM involviert ist. Man kriegt einen Installer zum Download der komplett unabhängig von irgendwelchen Servern oder Konten ist. Ich kann diese sichern und spielen wann immer ich will, wo immer ich will, und auch wenn ich keine Internetverbindung habe. Das ist für mich absolute Voraussetzung dafür ein Spiel als "gekauft" bezeichnen zu können. Dazu kommt dass die Preise sehr angemessen sind (je nach Spiel 6 oder 10 US$), da man ja mangels Datenträger, Verpackung und gedrucktem Handbuch auch auf einiges verzichtet.

Unterste Schublade sind natürlich Spiele wie Siedler 7, Assassin's Creed 2, Splinter Cell Conviction oder Silent Hunter V, die auch für den Einzelspieler-Modus eine permanente Internet-Verbindung voraussetzen, und die effektiv Teile vom Code auf Ubisoft-Servern liegen habe der dynamisch heruntergeladen wird. Ich soll dafür also den vollen Preis bezahlen, im Gegenzug ein unvollständiges Spiel erhalten welches ich nur spielen kann wenn meine Internetverbindung funktioniert und die richtigen Ports geöffnet sind (was auch Spiele unterwegs auf dem Notebook ausschliesst), wenn gleichzeitig die Ubisoft-Server funktionieren (was sie gemäss Berichten häufig nicht sind), welches mich aus dem Spiel kickt wenn die Verbindung zusammenbricht, welches Spielstände nur Remote und somit nach Ubisofts Gutdünken speichert und lädt, welches in wenigen Jahren nicht mehr spielbar sein wird sobald sich der Serverbetrieb für Ubisoft nicht mehr lohnt... wer für sowas mehr als 5-10€ bezahlt weiss meiner Meinung nach nicht auf was er sich einlässt. Inzwischen werden schon Server-Emulatoren für diese Spiele entwickelt (dass sich die Cracker durch nichts aufhalten lassen sollte man ja inzwischen gelernt haben, im Gegenteil, die sind dankbar für die neue Herausforderung!) und ich denke in einigen Jahren wird man sich bewusst werden dass die Schwarzkopierer effektiv die Einzigen waren die sich um die Erhaltung der Spiele gekümmert haben. Schon jetzt lassen sich viele ältere Spiele nur noch mit Crack spielen, und ohne die Cracker würden wohl Jahrzehnte der Geschichte dieses Mediums einfach verloren gehen...

Schlussendlich muss man halt abwägen wie viel Gegenwert man für einen Online-Kauf erhält. Wer sich vormacht ein Spiel auf Steam sei den vollen Ladenpreis (häufig sogar mehr!) wert, ist auf die Marketingmasche hereingefallen. Begrenzte Lebensdauer und Online-Abhängigkeit senken den Wert massiv, und das muss sich im Preis wiederspiegeln. Fair finde ich z.B. Dienste wie GameTap. Auch da ist man zwar von einem Server abhängig und mietet die Spiele effektiv nur, dafür stimmen dort im Gegenzug Preis und Leistung: Für etwa $10 (glaube ich) im Monat löst man ein Abonnement, mit welchem man uneingeschränkten Zugriff auf über 1000 aktuelle und ältere Spiele hat. Da stimmt das Verhältnis für mich eindeutig mehr als bei Steam wo ich €45-€55 für die Miete eines einzigen Spiels bezahlen soll.
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Beitragvon riq » 01 Mai 2010, 11:55

Also ich bin durch CS schon ziemlich früh an Steam "gewöhnt" worden. Der Aufschrei der Gemeinde war riesig, letzten Endes hat man es aber durchgesetzt und es ist in der aktuellen Version ein ziemlich gut gemachter Spiele-Online-Markt, welcher mit vielen Sonderangeboten aufwarten kann. Leider hat Valve dann irgendwann das Euro Zeichen auf der Tastatur entdeckt und wo mann vorher im kursgünstigen Dollar bezahlt hatte, gab es nun sogar einen gefühlten "Euro Aufschlag". Die Orange Box hatte ich umgerechnet für 34 Euro erhalten, für den Inhalt ein großzügiger Preis.

Ich schaue immer noch gerne rein, auch wenn ich keine Zeit zum spielen habe, ist es doch auch immer wieder eine Informationsplattform, die vor allem für Independent Spiele eine tolle Vermarktungsmöglichkeit bietet und zudem halte ich hier noch Kontakt zu alten Zockerkollegen. Am Donnerstag bin ich überraschend mit dem neuen Splinter Cell über Steam beschenkt worden, was ich mir nach näherer Betrachtung nie gekauft hätte. Das Spiel ist gut, aber es ist von Ubisoft.

Obwohl ich in Steam eingeloggt bin und mir Steam den Key in die Zwischenablage legt, musste ich einen blöden Ubiplay Account erzeugen, die Game files mussten 10 Minuten lang decrypted werden und mal schnell den Coop starten gestaltete sich als äußerst langwierig, weil die scheiß Ubisoft Server nicht erreichbar waren.

Das ging so weit, daß mir Splinter Cell eine Total Playtime von 52 Minuten gezeigt hat, obwohl ich außer Main Menu, Setup und Create Private Game sonst nichts vom Spiel gesehen hatte! Yeah!

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Beitragvon Valiant » 01 Mai 2010, 19:32

Ja, ich denke diese Massnahmen werden Ubisoft noch teuer zu stehen kommen. Der Imageschaden ist schon jetzt enorm. Dass solche Systeme immer Probleme machen werden ist klar, ich bin aber froh ist Ubisoft schon gleich zu Beginn so tief in den Hundehaufen getreten, denn dann gibt es diese nötige Diskussion und das Umdenken eher früher als später. Der Gelegenheitsspieler, der sich (bisher) nicht gross um Kopierschutz, DRM und solche doch relativ technischen Themen gekümmert hat wird sich nach einer solchen Erfahrung in Zukunft wohl hüten, im Laden ein Spiel mit dem Ubisoft-Logo zu kaufen. Denn wenn ich als zahlender Spieler mein teuer gekauftes Spiel nicht spielen kann, interessiert es mich nicht die Bohne ob die Schwarzkopierer ebenfalls vom Spielen abgehalten werden oder nicht.

Wie gesagt, ich bin selber auch regelmässig auf Steam, und wenn der Preis stimmt greife ich auch da gelegentlich gerne zu (z.B. gibt es dieses Wochenende wieder einen Deal, 5 relativ neue Rennspiele von Codemasters für €16, das finde ich total o.k.). Doch es häufig so dass die Spiele auf Steam gleich teuer sind wie im Laden, seit der angesprochenen Euro-Umstellung oft sogar mehr. Wenn Spieler in den Foren dann noch schreiben dass sie für ein Spiel auf Steam gerne ein bisschen mehr bezahlen als im Laden, dann verstehe ich ehrlich gesagt die Argumentation hinten und vorne nicht mehr. Klar hat Steam Vorteile. Community-Funktionen, sofortiger Download aller Spiele auf jedem System an welchem man sich einloggt, automatisches Patchen... aber wenn Valve das als Argument anführt versuchen sie davon abzulenken dass man das alles auch ohne die Nachteile von DRM und Online-Zwang anbieten könnte. Schlussendlich ist das Spiel durch das Wegfallen von Datenträger und Verpackung und Zusatzmaterial, die begrenzte Lebensdauer, die Verunmöglichung des Weiterverkaufs und nicht zuletzt auch das Umgehen des Zwischenhandels faktisch einfach weniger Geld wert.
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Re: Erfahrungsaustausch: Download-Dienste für Spiele

Beitragvon agent-mueller » 20 Sep 2010, 22:30

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Re: Erfahrungsaustausch: Download-Dienste für Spiele

Beitragvon axelkothe » 21 Sep 2010, 06:50

Was gog angeht: Mal morgen die Infos abwarten. Soll ja angeblich nur ein schlechter PR-Stunt sein.
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Re: Erfahrungsaustausch: Download-Dienste für Spiele

Beitragvon agent-mueller » 21 Sep 2010, 22:14

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